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Steckbrief
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Datum: |
2008-06-20 |
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Kategorie: |
Garten |
| Produktname: |
Fließbettfilter |
| Autor: |
Pretender |
Fließbettfilter, davon haben sicher schon viele gehört. Das Wunderteil, welches ein Überbesatz an Fischen in einem Teich oder aber auch einem Aquarium ermöglichen soll. Ob es sich dabei um Salzwasserbecken oder Süßwasserbecken handelt ist dabei wohl unerheblich, denn der Fließbettfilter arbeitet in beiden normal.
Zwar wird die Funktionsweise allen bekannt sein, doch möchte ich es hier nochmals kurz erklären, denn vielleicht interessiert es ja gerade Sie. Das Prinzip des Fließbettfilters ist so einfach das man meinen sollte, wieso ist man da nicht schon eher drauf gekommen. Schwer zu sagen aber in jeden Fall liegt gerade in dieser Einfachheit auch das Geniale des Filters. Als erstes muss man erwähnen, dass dieser Fließbettfilter ein rein biologischer Filter ist und keinerlei mechanische Filterleistung erbringen kann, zumindest nicht die im freien Handel erhältlich sind. Warum das so ist, sehen Sie bei der Funktion des Filters.
Wasser fließt durch Sand. An den Sandkörnern können sich Bakterien bilden, die Ammoniak und Nitrit abbauen. Im Prinzip das Gleiche wie z.B. bei einem Filter mit Schaumstoffmatten.
- Nur, wenn Sie schon einmal einen solchen Filter mit Matten hatten, dann wissen Sie, wie leidig es ist jede Woche die Matten zu reinigen. -
Zum anderen kommt dazu, bei jeder Säuberung der Matten, töten Sie auch die wichtigen Bakterien ab, die für den biologischen Abbau von Ammoniak und Nitrit verantwortlich sind und der Filter muss sich erst tagelang wieder einarbeiten bis er zur Höchstform aufläuft. Meist ist es dann schon wieder soweit, ihn zu reinigen und Kreislauf beginnt von vorn. Nicht zu sprechen von dem Arbeitsaufwand. Ein kleinen Aquariumsfilter mit ein paar Schaumstoffringen zu reinigen ist sicher weniger aufwendig, doch wenn Sie einen Teich-Filter mit schweren Filtermatten jede Woche reinigen müssen, dann wissen Sie wovon ich spreche. Der Fließbettfilter macht nun Schluss mit dieser Quälerei, denn der Filter reinigt sich Prinzipbedingt selbst! Man hat einen vorzugsweise einen Zylinder in dem eine bestimmt Menge Sand gefüllt wird.
- Am besten Korallensand, denn der hat eine größere Oberfläche als gewöhnlicher Quarzsand, denn dadurch wird die Effektivität des Filtermedium nochmals erhöht. –
Das Wasser wird nun direkt in den Sand injiziert und schwemmt den Sand auf. Auf dem Sandkörnen bilden sich im Lauf der Zeit dann die wichtigen Bakterien, die dann das Ammoniak und Nitrit direkt abbauen können. Durch die vielen Sandkörner, können sich natürlich viel mehr Bakterien bilden. Mann erkennt es im drastischen Maß daran, wenn man einmal die Oberflächen von einem typischen Standardfilter von 90cm x 90cm x 90cm, der mit Japanmatten gefüllt ist und 0,1m³ Korallensand vergleicht. Der Standardfilter weißt dabei eine für Bakterien besiedlungsfähige Oberfläche von 2,8m², der Sand dagegen eine Oberfläche von sagenhaften 1920m²!
Spätesten hier erkennt man, wie viele Bakterien sich um die Ausscheidungen unserer Lieblinge kümmern können. Das Wasser, welches in den Fließbettfilter strömt muss dabei sehr sauerstoffreich sein, denn die kleinen aeroben Bakterien benötigen einiges davon um ihren Dienst im Auftrag der Sauberkeit zu leisten. Das wunderbare Ergebnis ist ein Hocheffizientes Filtersubstrat, welches immer in Bewegung ist – was nebenbei gesagt der Schlüssel zum Erfolg dieses Filters ist – und kann daher auch nicht verstopfen, denn durch die ständige Bewegung reinigt und erneuert sich der Filter selbständig. Ein Standart Fließbettfilter kann mit Leichtigkeit die Stoffwechselprodukte von ca. 135kg Fisch verarbeiten was ungefähr 70 Fische von ca. 50cm Länge entspricht. Daher ist dieser Filter erste Sahne, wenn es darum geht die Besatzdichte im Teich oder im Aquarium zu erhöhen. Einziger Nachteil des Filters ist, dass man halt noch einen mechanischen Filter benötigt, besser gesagt einen Filter der die groben Schmutzpartikel aus dem Wasser entfernt.
Bleibt am Ende nur noch die Frage: Wie viel kosten denn so ein Filter? Nun, wie so oft kann man da nur sagen "Es kommt drauf an".
Die kleinsten Filter liegen bei ca. 100,-€ für ein ca. 1200 Liter Becken, nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Allerdings kann dies auch schwanken, je nachdem wo man einkauft.
Da mir persönlich dies alles viel zu viel Geld war, habe ich mich nun dran gemacht und haben selbst einen Filter mit den gleichen Eigenschaften gebaut. Zwar sieht dieser Filter sicher nicht so hübsch wie ein industriell gefertigter Fließbettfilter aus aber ich bezweifle, dass ich mich jemals vor den Filter setzen werde um die Schönheit des Filters zu bewundern. In einigen Online-Shops kann man zwar lesen. Zitat: "Wer einmal gesehen hat wie der Sand scheinbar schwerelos im Filter immer wieder neu verwirbelt wird, der wird seinen Filter nie wieder hergeben" Nun ja…. man kann davon halten was man will aber ich persönliche setze mich nicht allzu oft und allzu lange vor den Filter und schauen dem scheinbar schwerelosen Spiel der Sandkörner zu. Am Ende ist doch lediglich das Preis/Leistungsverhältnis ausschlaggebend, da ein Fließbettfilter sicher eine wunderbare Sache ist aber zumindest in meiner Wohnung oder Garten nicht zur Einrichtung gehört. Oder kennen Sie jemanden der in den Keller oder Heizungsraum geht um der Umwälzpumpe beim pumpen zuzuschauen und dem Öl-Brenner verliebt Blicke beim Ölverbrennen zuwirft?
Also frei nach diesem Prinzip habe ich nun selbst einen Filter gebaut, der all diese Eigenschaften eines Fließbettfilters hat. Das alles zu einem Preis der um einiges niedriger liegt, wie es im Handel angeboten wird. Für die oben gesagten 100,-€ für 1200 Liter kann man zum Beispiel ein Filter bauen der 10.000 Liter und mehr schafft und daher eher für den Teich gedacht ist. Den Filter klemmt man dann einfach zwischen seine Pumpe und mechanischen Filter oder wie bei mir einem Pflanzenfilter und fertig. Für Aquarium kann man sicher auch einen solchen Filter bauen, doch habe ich mich darum bisher noch nicht gekümmert. Ich bin jedoch gern bereit einen solchen Filter entwerfen und zu schauen ob man auch dann mit dem Preis runter kommt. Wahrscheinlich wird die Pumpe da ein Problem darstellen, doch finde ich sicherlich auch dafür eine Lösung.
Solltet Ihr ebenfalls nach einem Filter Ausschau halten und wollt nicht so viel Geld ausgeben, dann bin ich gern bereit auch Euch einen Teich-Filter zu bauen. Natürlich zu einen weit niedrigeren Preis als es im Handel üblich ist.
Wie viele Euros das sein wird, kann ich so nicht sagen denn das liegt einzig und alleine daran, wie groß der Filter sein soll. Wie oben schon erwähnt, wird es sich bei einem Preis von 100,-€ bei einem 10.000 Liter Teich handeln, vielleicht auch etwas darunter. Ich muss erst einmal berechnen wie viel Liter mein Filter überhaupt schafft aber ich schätze das es sogar weit mehr als 10.000 Liter sein werden. Denn je stärker die Teich-Pumpe die Ihr habt, umso großzügiger kann man den Filter Dimensionieren und mehr Sand einfüllen. Noch ein Hinweis zu dem geschriebenen: Alle Rechtschreib- oder Grammatikfehler die Ihr findet, dürft Ihr gern behalten :)
Am Ende kann ich persönlich natürlich nur für den Selbstbau eines Fließbettfilter stimmen, denn der niedrige Preis und die gleiche Leistung zu einem Filter aus dem Handel sprechen eine klare Sprache und lassen keine Zweifel an meinem Selbstbaufilter.
Bei Interesse an einem selbstgebauten Filter schickt mir eine Mail mit Angaben zur Größe des Teiches bzw. Aquariums, damit ich Euch ein vernünftiges Angebot machen kann.
Der Preis liegt bei: ca. 60€
Pretender bewertet dieses Produkt Positiv mit +5 Punkten und kann dieses Produkt sehr empfehlen
Dieser Bericht wurde am 2008-06-20 geschrieben bzw hier veröffentlicht
Autor dieses Berichtes ist Pretender*
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